Essen: "Rat der RÄ.P.U.B.L.I.K." besetzt Gebäude von ThyssenKrupp Drucken
In der ersten Stellungnahme heißt es:
... Nach jahrelangem Leerstand und notdürftiger, instandhaltender Bautätigkeit des bisherigen Besitzers möchten wir auf dem Gelände „Räume für Politik Ungewissheit Bedingungslose Liebe Ideologiekritik und Kunst“ (kurz: RÄ.P.U.B.L.I.K.) errichten. Die auf dem Gelände vorhandenen Gebäude und Freiflächen bieten dafür die ideale Infrastruktur. ...

Info/Download:
Stellungnahme zur Inbesitznahme des Geländes auf dem Hügel an der Frohnhauser Straße 95

DKP Essen solidarisiert sich mit den BesetzerInnen im Essener Westen

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) Essen unterstützt die Forderungen der BesetzerInnen nach Freiraum in Essen und solidarisiert sich mit ihrer Aktion.
Anders als 2013, als das städtische Gebäude Bärendelle besetzt wurde, geht es nun um ein Gebäude von ThyssenKrupp. ThyssenKrupp besitzt nach wie vor viel Fläche in Essen und hat in den letzten Jahren das Bild der Stadt maßgeblich verändert. Der Berthold Beitz-Boulevard, der Krupp-Park, die neue Hauptverwaltung zeugen davon, dass dieses Unternehmen viel Einfluss in der Stadt Essen hat.
In der Stadt Essen haben einige Konzernzentralen ihren Sitz. Sie zahlen wenig Steuern und tun auch sonst wenig für die Menschen in dieser Stadt.
In dieser Stadt gibt es weniger Räume für Kinder und Jugendliche. Das Jugendzentrum Papestraße wurde geschlossen, Schwimmbäder ebenfalls, die Stadtteilbibliotheken stehen existentiell ständig auf der Kippe. Diese Entwicklung trifft immer diejenigen, die kaum Geld haben, um ihr Leben zu finanzieren.
Warum sollte ThyssenKrupp nicht mal direkt etwas für die Bevölkerung von Essen tun und jungen Menschen ein Gebäude zur Verfügung stellen, dass das Unternehmen offensichtlich seit Jahren nicht mehr benutzt?
Wir fordern ThyssenKrupp auf, in Verhandlungen mit den BesetzerInnen zu treten und das Gebäude einer kulturellen und sozialen Nutzung zuzuführen.
Wir fordern ThyssenKrupp auf, die BesetzerInnen nicht anzuzeigen und der staatlichen Polizeigewalt auszusetzen.
Eigentum verpflichtet. Das muss vor allem für einen international agierenden Konzern wie ThyssenKrupp gelten.