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Bärendelle: Proteste gegen Räumung und völlig überzogenen Polizeieinsatz PDF Drucken E-Mail

Presseerklärung DKP-Essen 24. Juli 2013
Mindestens 200 Polizisten, mit Schild und Schlagstock, ein  Räumpanzer, eine Hundestaffel, unzählige Einsatzwagen und Gefangenentransporter das war die Antwort von Stadt und Polizei auf die friedliche Besetzung der Bärendelle. Die ehemalige Hauptschule Bärendelle, vor 2 Jahren stillgelegt, dem Verfall überlassen war von Jugendlichen friedlich besetzt. Von Seiten der Stadt Essen gab es noch nicht einmal die Bereitschaft zu reden. Patrik Köbele, DKP, der bei der Räumung anwesend war: „Das Kneifen der Stadtspitze ist peinlich, nicht reden aber räumen war die Devise. Und dann dieser völlig überzogene Aufmarsch. Mich selbst hat man weggetragen, als ich einem Räumpanzer im Wege saß. Dieser Einsatz ist ein Skandal und das Verhalten der Stadtspitze ein noch größerer. Unsere Solidarität gehört den Besetzerinnen und Besetzern und ihrem berechtigten Anliegen"

Glosse: Feige Besetzer gegen friedenstiftende Polizei
Es ist der Berichterstattung zu danken, dass die Verhältnisse klargestellt wurden. Als Augenzeuge kann ich nur Folgendes bestätigen:
 
Weit über 37 Besetzer, standen, schwer bewaffnet mit Konfetti und mindestens zwei Farbbeuteln einer kleinen Gruppe von vielleicht gerade mal 200 Polizisten gegenüber. Diese brachten immer wieder ihre Friedfertigkeit zum Ausdruck, indem sie ihre Helme, Schlagstöcke und Schilder zeigten. Mit nur einem Räumpanzer und vielleicht gerade einmal 60-70 sonstigen Einsatzfahrzeugen stellte die Polizei sich trotzdem heldenhaft der Übermacht der Besetzer. Auch, um die Stadtspitze zu beschützen, die allerdings aufgrund des frühen Zeitpunkts gar nicht anwesend sein konnte.
 
Selbst die Präsentation der von der Polizei mitgebrachten kuscheligen Hundestaffel brachte den dahergelaufenen Pöbel nicht dazu, dieses schreckliche Gebäude endlich wieder dem Verfall zu überlassen.
 
Da musste durchgegriffen werden. Dank an die Stadtspitze und die Polizei, so wünschen sich die Menschen in dieser Stadt eine offene Kommunikation. Patrik Köbele 25.07.2013

Leserbrief Peter Köster:
Ich schäme mich manches mal für diese Stadt Essen
Erst gestern am Abend, also wenige Stunden vor der unsäglichen Räumung, war ich mit einigen Freunden bei den "Besetzern" der Bärendelle und habe mir ein Bild von der Situation selbst machen können.
Wie in Ihrem Artikel von der Stadtvertreterin kolportiert, das dort Schmutz, Unrat, zerborstene Scheiben und aufgebrochene Türen hinterlassen wurden, ist mehr als eine Frechheit.
Wir haben uns sehr offen und locker mit den Jungen Menschen unterhalten können, haben das Haus innen "besichtigt" und dabei festgestellt, das Scheiben in hinteren Räumen zerborsten waren . Eindeutig aber von Außen mit noch in den Räumen auffindbaren Steinen im Laufe der "Stillzeit" eingeworfen. In unserem Beisein wurde von den Jugendlichen die Räume gefegt, die Plätze ihres Zusammenseins vom anfallenden Müll über Sacke entsorgt. Dagegen lasen wir an Türen zur alten Turnhalle Zettel, wohl noch von der alten Schulleitung angebracht, auf denen stand :
Nutzung dieser Räume Duschen verboten. Gefahr. Datum: 2004 !! Da spricht die Stadt von Teilsanierung im Jahr 2007 - 2011?? Wer lügt denn hier?

Ich teile Hagen Rethers Kommentar im WAZ-Twitter voll. Ich selbst war vor über 40 Jahren bei ersten Hausbesetzungen gegen fehlende Jugendräume ktiv dabei. Habe mich in allen Jahren aktiv an der Verbesserung der Situation unserer Jugendeinrichtungen in Essen eingebracht. Bin Vorsitzender des Beirates Bürgerhaus Oststadt, welches Bürgerinitiativen in den Jahres seines Bestehens mind. 2 mal vor einer drohenden Schließung gerettet haben. Immer war Widerstand gegen uneinsichtige, unsoziale Stadtpolitik notwendig um wenigstens einen Teil unserer Steuergelder sinnvoll zu verwenden. Um mit H. Rether zu sprechen: Ich schäme mich manches mal für diese Stadt Essen.
Anmerkung:
Die NRZ hat den Leserbrief nur in Auszügen veröffentlicht. Die WAZ gar nicht.

Presseerklärung FG BRD-Kuba e.V. Essen zur gewaltsamen Räumung der Bärendelle-Schule
Wir sind entsetzt über und protestieren gegen die am 24.07. stattgefundene, völlig unverhältnismäßige Räumung der früheren, seit zwei Jahren leerstehenden Bärendelle-Schule in Essen-Frohnhausen.

Mit einer Hundertschaft (!) Polizisten, einem Sondereinsatzkommando (SEK !) sowie einer Hundestaffel (!) nebst einem Räumpanzer (!) wurden friedliche junge Hausbesetzer attackiert, als handelte es sich um einen Banküberfall, eine Geiselnahme o.ä.

Leider war diese Eskalation vorhersehbar, da die Stadtsprecherin in ihren Statements von Beginn an jeden zivilgesellschaftlichen Dialog verweigert und statt dessen striktes obrigkeitsstaatliches Handeln angekündigt hatte.

Die Forderungen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach unkommerziellen und selbstverwalteten Räumen für Freizeit und Kultur sind absolut  legitim.

Die sozialdemokratisch (!) geführte Stadtverwaltung enthüllt nicht nur ein kultur- sondern auch ein erschreckendes demokratiepolitisches Defizit.

Während mit zwielichtigen juristischen Tricks das von mehr als 14.000 Bürgerinnen und Bürgern unterstützte Begehren Kulturgut seitens der maßgeblichen Ratsrepräsentanten hintertrieben wird, werden zugleich junge Menschen, Demonstrantinnen und Demonstranten für kulturelle Vielfalt in unserer Stadt brutal angegriffen und kriminalisiert.

Zugleich vergeht kaum eine Woche, in denen dieselben Repräsentanten nicht ihre Meriten beim Kulturhauptstadtjahr 2010 in Erinnerung rufen und um Wiederholung buhlen. Was für eine Heuchelei! Da kommt einem doch der zu diesem Anlass geprägte Spruch des Bochumer Kabarettisten Frank Gossen in den Sinn, der zigtausenfach auf T-Shirts verewigt wurde: »A 40 -  Woanders ist auch Scheiße«.

Die Stadt Essen hat nun bereits massenweise Anzeigen gegen die jungen Demonstrantinnen und Demonstranten gestellt. Schließlich soll ja – nach dem martialischen Polizeieinsatz – ein weiterer Abschreckungseffekt erzielt werden. Aber: Bange machen gilt nicht! Zusammen mit einem großen Teil der Essener Bevölkerung sprechen wir den Besetzerinnen und Besetzern unsere Sympathie und unsere Solidarität aus und hoffen, dass es in Essen noch genügend engagierte Anwälte gibt, die den Betroffenen beistehen und die Stadt Essen auch auf juristischem Wege in die Schranken weisen werden.

Eines steht jetzt schon fest: Die moralischen Sieger sind die jungen Leute von der Bärendelle. Der Kampf um Kultur und selbstbestimme Freizeit gegen die angeblich objektiven Sparzwänge in unserer Stadt hat einen neuen Schwung bekommen. Vielen Dank dafür an die mutigen jungen Besetzerinnen und Besetzer!

 

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