Cuba hält Kurs PDF Drucken E-Mail
ICAP-Vertreter Roberto Rodríguez in Essen

Anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. (FG) war der stv. Europadirektor des ICAP (Cubanisches Institut für Völkerfreundschaft), Roberto Rodríguez, zur Bundesdelegiertenkonferenz vom 3. bis 5. Oktober nach Berlin  gekommen. Verbunden wurde dieser Besuch mit einer Vortragsreise, bei der unser cubanischer Gast in verschiedenen Städten der Bundesrepublik über die Entwicklung seines Landes sprach. Als letzte Station stand am 7. Oktober Essen auf seinem Kalender. In dieser Ruhrgebietsstadt hatten die FG-Regionalgruppe und die DKP Essen eingeladen zu einer »Informations- und Diskussionsveranstaltung: Quo Vadis Cuba – Wohin strebt Cuba?«

Nach einer kurzen Einleitung durch den Referenten gab es bei der gut besuchten Veranstaltung mit Gästen aus verschiedenen politischen Spektren zahlreiche Fragen und Diskussionsbeiträge, die durchweg von Respekt geprägt waren und vom Gast aus der Karibik mit großer Sachkenntnis und eben solchem Engagement beantwortet wurden. In einem Kommentar aus dem Plenum wurde ausdrücklich anerkannt, dass dabei »Klartext« gesprochen, auch eigene Unzulänglichkeiten benannt und nicht »um den heißen Brei herumgeredet« wurde.
Die Themenpalette reichte dabei von den allgemeinen Prinzipien der »Liniamentos«, den Leitlinien für die in voller Umsetzung befindliche Aktualisierung des ökonomischen Modells Cubas bis zu damit zusammenhängenden praktischen sozialen Problemen, von der Rolle der Jugend in diesem Prozess bis zur aktuellen Lage des Gesundheitswesens, von den praktischen Auswirkungen der barbarischen US-Blockade bis zu Cubas Rolle in der internationalen diplomatischen Arena, von der lateinamerikanischen Integration bis zu Cubas »Helden in weißen Kitteln« im internationalistischen Kampf gegen Ebola.
Die Veranstalter hatten die »Abschlusserklärung und Aktionsplan des X. Internationalen Kolloquiums für die Befreiung der Fünf Helden und gegen den Terrorismus« sowie eine Information über die internationale Aktion »An jedem 5. Für die Fünf« verteilt und riefen die Gäste dazu auf, sich aktiv am Kampf um die Befreiung unserer drei immer noch in den USA inhaftierten Brüder zu beteiligen. Wie bei jeder Veranstaltung der FG Essen waren auch an diesem Abend wieder fünf Plätze mit Stelltafeln der fünf Helden als RESERVIERT ausgewiesen.
Der Vertreter der FG Essen versicherte den Gästen wie dem ICAP-Vertreter Roberto Rodríguez, dass sie in diesem Kampf nicht nachlassen würden, bis auch der letzte der MIAMI 5 wieder bei seiner Familie in Cuba sein wird. Ebenso wie Cuba selbst ein Vorbild an Internationalismus sei, so bedürfe das Land weiterhin der internationalen Solidarität.  Die qualifizierte Übersetzung durch den Bundesvorsitzenden der Freundschaftsgesellschaft, Günter Pohl, trug das ihrige zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Roberto Rodríguez bedankte sich seinerseits in seinem Schlusswort für die Einladung durch die Freundschaftsgesellschaft zu der auch für ihn lehrreichen Vortragsreise, für die gute Organisation und die Gastfreundschaft in allen von ihm besuchten Gruppen und legte Wert auf die Feststellung, das es in keiner der stattgefundenen Veranstaltungen Aggressionen gegen ihn persönlich oder gegenüber Cuba gegeben habe, sondern durchweg Diskussionen, die auf hohem inhaltlichen Niveau geführt worden seien.
Alle Teilnehmenden konnten mit zahlreichen »frischen« Informationen und der Zuversicht in den Spätsommerabend gehen, dass Cuba trotz aller Probleme, trotz umfassender Blockade und anhaltender Subversionstätigkeit durch die USA und deren Partner an seiner sozialistischen Orientierung festhalten wird.

Fotogalerie der Veranstaltung gibt es unter http://www.cubafreundschaft.de/Home/home.html#ICAP-2014-10-07

Heinz-W. Hammer, 08.10.2014
 

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