Cuba und die Menschenrechte PDF Drucken E-Mail

Aus der Podiumsdiskussion anl. der 17. Fiesta Moncada, am 25.07.2009 in Essen, Bürgerhaus Oststadt.

Die Botschaft der Rep. Cuba/Außenstelle Bonn und mehrere regionale Cuba-Solidaritätsorganisationen veranstalteten am 25. Juli 2009 im Essener Bürgerhaus Oststadt die 17. FIESTA MONCADA in Erinnerung an den Sturm auf die Moncada-Kaserne am 26. Juli 1953, der als Beginn der siegreichen cubanischen Revolution gilt. Im Rahmen dieses Festes wurde erstmals auch eine von Günter Pohl moderierte Podiumsdiskussion durchgeführt. Zum Thema »Cuba und die Menschenrechte« nahmen im Podium Stellung:
- Braulio Téllez, 3. Sekretär Außenstelle der Botschaft Kubas, Bonn
- Werner Ströhlein, stellvertr Vorsitzender FG BRD-Kuba, München
- Tobias Kriele, Cuba-AG der DKP, Havanna
- Dr. Klaus Piel, stellvertr. Vorsitzender Humanitäre Cuba Hilfe, Bochum.

Hier einige inhaltliche Statements aus der Diskussion, an der sich auch das Publikum rege beteiligte (weitere Infos zur Fiesta unter www.cubafreundschaft.de)


Menschenrechte sind unteilbar. Sie dürfen nicht, wie das in der sog. westlichen Welt leider geschieht, lediglich auf das Politische reduziert werden.
Soziale Menschenrechte, Menschenwürde und Solidarität werden ausgeklammert, weil man bei der Beurteilung sonst durchfallen würden. Und gerade diese stehen in der UNO-Charta 217A im Vordergrund.
Selbsternannte "Menschenrechtsorganisationen" fungieren quasi als "Menschenrechte-TÜV" und maßen sich an, Plaketten und Zertifikate aufgrund von Stimmungsmache und Blockadepolitik auszustellen.
Täglich sterben 20.000 Kinder auf dieser Welt an Hunger, Unterernährung und fehlender medizinischer Versorgung - kein einziges auf Cuba. Von den 5.000 für die UNO tätigen Ärzte sind 2.000 Kubaner.


Die Politik, die gegen Cuba betrieben wird, hindert das Land weitere soziale Menschenrechte durchzusetzen und zu verwirklichen. Die Blockade ist ein gezielter Versuch, Not und Elend zu erzeugen. So muss Kuba für international erhältliche Medikamente bis zum 5fachen des üblichen Handelspreises auf dem Weltmarkt zahlen.
Die menschenverachtende Blockade ist also der Beweis, was eigentlich von diesen Menschenrechts-Kampagnen zu halten ist und wen sie treffen soll.
Guantanamo ist Bruch des Völkerrechts und menschenrechtswidrig. Da aber steht die westliche Menschenrechtsfrage außen vor.

Vor der Revolution hatten die Kubaner 50 Jahre Erfahrung mit dem "freiheitlichen", korrupten Mehrparteiensystem ihrer Herren Ausbeuter. Auch damals stand die westliche Menschenrechtsfrage außen vor.

Nein auf Cuba kann ich meine 50 Millionen (wenn ich sie denn hätte) nicht "pressefreiheitlich" anlegen, um die Meinung der Bevölkerung in meinem Sinne zu beeinflussen. Ich hätte diese Freiheit nicht.
Ich kann mir dort auch nicht die Freiheit nehmen, für Angriffskriege der Amerikaner, der Deutschen oder der Nato zu werben. Weiterhin habe ich nicht die Freiheit, eine kriminelle Bande zu gründen, um die sozialen Errungenschaften eines Volkes zu sabotieren oder zu zerstören.
Im Gegensatz aber besitzen in Amerika sogenannte militante Exilcubaner-Gruppierungen und ihre Geldgeber aus Politik und Unternehmertum, die "Freiheit" Terror und Schrecken gegen Cuba straflos zu schüren, vorzubereiten und durchzuführen.

Die Terroristen gehören ins Gefängnis und die Antiterroristen müssen frei gelassen werden. Der Fall der zu Unrecht von den USA inhaftierten fünf Cubaner, bekannt auch als „Die Cuban Five“, ist als Racheakt der USA anzunehmen. Wird Obama es richten können oder dürfen?
Die Fünf unterwanderten seit Anfang der 90er Jahre exilkubanische terroristische Gruppen in Südflorida und informierten  die  kubanischen  Behörden  über  deren  geplante Terroranschläge  auf  Kuba.  So  konnten  über 170 Anschläge verhindert werden. (1999 beklagte Kuba vor der UNO 3.478 Tote und 2.099 Invalide aufgrund von Miami aus geplanten und ausgeführten Terroranschlägen.) Ihrer Menschenwürde entraubt, schmachten Sie in den imperialen amerikanischen Kerkern und brauchen unsere Solidarität.

 

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